Schüleraustausch Berlin Beijing 2018/19

Von Berlin nach Beijing 2018

Die Schulaustauschfahrt an die 22. Mittelschule Beijing

Vom 15.-25. Oktober 2018 flogen 14 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 und 10 der Bettina-von-Arnim-Schule nach Beijing. Dort lebten sie in den Familien ihrer chinesischen Partner, nahmen vormittags am Unterricht an der Partnerschule teil und erkundeten am Nachmittag auf Exkursionen die Stadt Beijing.

So unternahmen sie gleich zu Anfang einen ausgiebigen Spaziergang vom vorderen Stadttor Qianmen durch das historische Qianmenwai-Viertel mit den alten pittoresken Gassen (Hutongs) und seinen traditionellen Vierseitenhöfen zum Platz des himmlischen Friedens (Tiananmen) direkt vor den Toren des Kaiserpalastes. An den folgenden Nachmittagen besichtigten sie den Himmelstempel, wo der Kaiser jedes Frühjahr in einem vorgeschriebenen Ritus für eine gute Ernte gebetet hat, gingen in den unweit der Schule gelegenen Konfuzius-Tempel mit den Kaiserlichen Prüfungshallen sowie zu den 600-Jahre-alten Glockenturm und dem Trommelturm am Eingang zu den  Hutongs des Houhai-Viertels.

Doch auch das moderne Beijing wurde erkundet: Beim Besuch des Beijinger Firmensitzes von Bayer, den sie gemeinsam mit ihren chinesischen Partnern unternahmen, fuhren sie durch das neue Zentrum mit den um das CCTV-Hochhaus neu entstehenden Wolkenkratzern zum neuen Industrieparkgelände Beijings. Bei Bayer angekommen wurden sie vom Beijinger Leiter der Filiale begrüßt und erfuhren anschließend bei einer Firmenvorstellung und auf dem Werksrundgang viel Wissenswertes über die Arbeit einer deutschen Firma im Ausland. Natürlich durfte auch ein Ausflug zum Olympiapark nicht fehlen. Allein die Besichtigungen füllten die Tage in Beijing schon gut. Aber auch an der Schule lernten die Schülerinnen und Schüler viel Neues über die chinesische Kultur: Sie übten sich in Kalligrafie und Siegelschnitzerei, lernten chinesische Lieder, ließen selbstgebaute Drachen steigen und erprobten den Chinesischunterricht in einem klassischen Szenario, bei dem sie ein berühmtes Gedicht des Tang-Poeten Li Bai in traditionellen Gewändern einstudierten. Viel Anklang fanden auch die Sportstunden, in denen Grundelemente von Qigong und neue Yoyo-Tricks gelernt wurden. In den Pausen wurde mit Begeisterung Basketball und Tischtennis gespielt. Gern nahmen die Chinareisenden auch am Frühsport ihrer Partner teil. Ebenso beliebt waren die Kunststunden, in denen Scherenschnitte und Perlenkreationen angefertigt und chinesische Knöpfe hergestellt wurden.

Besuch der chinesischen PartnerschülerInnen in Berlin

Vom 14. bis zum 20. Februar 2019 kam eine Gruppe von 18 Schülerinnen und Schülern[1] der 22. Mittelschule Beijing an die Bettina-von-Arnim-Schule in Berlin-Reinickendorf. Sie wurden am Abend des 14. Februar am Hauptbahnhof von ihren Partnern empfangen, die sie bereits vom Besuch der Berliner Schüler in Beijing im Oktober 2019 kannten und sich nun darauf freuten, die in Beijing erfahrene Gastfreundschaft zurückzugeben.

Am folgenden Tag waren alle Schüler pünktlich um 8.00 Uhr in der Schule, obwohl der Streik der Berliner Verkehrsbetriebe den Schulweg stark erschwert hatte. Für unsere Chinesen war es eine interkulturelle Erfahrung, da sie bislang Streiks nur in Frankreich erwartet hätten. Es passte nicht zu ihrem Deutschlandbild. Nach der Begrüßung durch den Direktor der Bettina-von-Arnim-Schule, Herrn Heitmann, und einem Schulrundgang wurden unsere Gäste im Rathaus Reinickendorf erwartet, wo sie vom Bezirksstattrat für Jugend, Familie, Schule und Sport, Herrn Tobias Dollase, empfangen wurden. Nach einer einführenden Rede zeigten sich die chinesischen Gäste in der Diskussion mit Herrn Dollase sehr interessiert an der Entwicklung des Bezirkes Reinickendorf. Am Nachmittag verschafften sich die Beijinger Schüler vom Fernsehturm bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel einen Überblick über die deutsche Hauptstadt und erkundeten anschließend auf einem Spaziergang die historische Mitte.

Das Wochenende begann mit einem gemeinsamen Ausflug mit den deutschen Familien zum Schloss und Park Sanssouci in Potsdam. Anschließend entdeckten die chinesischen Schüler gemeinsam mit ihren deutschen Partnern und deren Familien deren Lieblingsort, gingen ins Museum, zu Sportveranstaltungen, trafen sich im größeren Freundeskreis oder feierten Geburtstag.

Mit vielen neuen Eindrücken kamen sie am Montag zurück in die Schule. Nach dem Sportunterricht ging es wieder zu einem Ausflug ins Stadtzentrum. Die Schülergruppe wurde durch das Reichstagsgebäude geführt und genoss anschließend den beeindruckenden Ausblick auf das Regierungsviertel von der Glaskuppel. Bei einem Spaziergang durch das Brandenburger Tor und über die Straße „Unter den Linden“ wurde ein typischer Berliner Imbiss probiert – Currywurst und Döner fanden ihre Liebhaber. Am Montagabend trafen sich alle in der Jugendkunstschule Atrium zu einem gemeinsamen Abschlussabend mit den deutschen Familien. Die chinesischen Gäste und ihre deutschen Partner stellten in einem kleinen Programm ihre Eindrücke von der Reise und dem Austausch vor. Bei angeregten Gesprächen ließen sich anschließend alle die Salate und das Fingerfood auf dem von den Eltern liebevoll zubereiten Buffets schmecken.

Der Dienstag war der letzte Programmtag.

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